TYDIRIUM V1 - Umbautagebuch

 

Hier nun mein erstes Umbautagebuch des aktuellen Star Wars Projektes "TYDIRIUM". Hier werdet ihr ab sofort in unregelmäßigen Abständen Bilder und Beschreibungen zu meinem "TYDIRIUM" Projekt finden.

 

Das Ziel:

Nach dem sehr aufwendingen Umbau des Hasbro Falcon im letzten Jahr (BMF) wurde der Wunsch an mich herangetragen ein Hasbro Imperial Shuttle in ähnlicher Weise umzubauen und entsprechend mit der passenden Beleuchtung und Bemalung zu versehen. Daneben soll dieses Modell auch noch eine passende Base im Todesstern/Sternenzertörer Hangar-Stil erhalten !

 

Der Zeitrahmen:

Der Zieltermin für den Modell-Umbau inkl. Hangarbau soll Mitte Dezember 2011 sein. Mal sehen wie weit ich komme....

 

Bitte beachtet, es soll kein "Movie Accurate Model" werden, sondern es soll eine Aufwertung des vorhandenen Modell mit überschauberem Aufwand werden. Daher werde ich an vielen Stellen beim Umbau mich nicht so genau an das Filmmodell als Vorlage halten ;-)

 

So nun folgt mir einfach die nächsten Wochen durch die Höhen und Tiefen eines Modellbauprojektes.....

 

 

TAG 0

 

Heute ist Tag 0 des geplanten Komplettumbau des Hasbro Imperial Shuttles.

Das gute Stück wurde heute angeliefert und erwies sich als größer wie gedacht. Nach dem Auspacken wurde erstmal die Flügelmechanik getestet da diese bei Gebrauchtmodellen nicht immer einwandfrei funktioniert. Aber bei diesem Modell war alles i.O. und die Flügel ließen sich ohne Probleme bewegen bzw. feststellen.

 

Nachdem das Modell keine Mängel hatte wurde gleich der Schraubenzieher gezogen und das gute Stück zunächst in seine Bestandteile zerlegt. Damit war der Grundstein für den Umbau gelegt.....

 

Tag 1

 

Ein ganz großes Manko bei diesem eigentlich recht gelungenem Modell ist das Cockpit. Dies wird auch der erste "Angriffspunkt" für den Umbau werden.

Da das Modell ja für die bekannten Spielfiguren "passend" passend gebaut wurde,

sieht auch das Cockpit entsprechend bescheiden aus. Hier musst unbediengt Abhilfe geschaffen werden, zumal das Modell ohnehin nicht mehr zu den Figuren passen mußte. Daher wurde geplant das Cockpit als 2-Sitzer Version maßstabsgerecht zu restlichen Modell zubauen.

 

  Zunächst mußten erstmal die "Sitze" ausgebaut, sprich "rausgedremelt", werden, damit Platz für das neue Cockpit entstehen konnte....

 

Tag 2

 

Heute nun sollte es an den Aufbau des neuen Cockpits gehen. Hier war zunächst mal Recherche angesagt. Da mir das Cockpit des original Film-Modells doch etwas zu schlicht war, suchte ich nach besseren Alternativen. Auf der Suche nach einer passenden Vorlage bzw. Bildern von anderen Umbauten in Netz ist mir aufgefallen, dass das Hasbro Shuttle wohl bisher noch nicht einem Umbau unterzogen wurde.

Letzlich habe mir als Vorlage das Cockpitdesign des AMT Bausatzes genommen, da es sich bei diesem Cockpit auch um ein 2-Sitziges handelt.

 

Zunächst wurden die Seiten- und Bodenteile an das verbliebenen Hasbro Cockpit angepaßt. Anschließend habe ich die Cockpittür, die beiden Pilotensitze sowie die verschiedenen Konsolen gebaut. Jetzt konnte ich mit den Details beginnen und das Cockpit mit verschiedenen Kleinteilen aus "alten" Modelbausätzen detailieren. Damit war der Grundaufbau des neuen Cockpits fertig. Im Laufe des Umprojektes wird das Cockpit dann noch mit der passenden Beleuchtung (u.a. mit Fiberoptik) aufgewertet. Aber das kommt erst später.

 

Als nächster Schritt steht der Bau des hinteren Teils des Cockpits an, indem auch die Tydirium typische blaue VV-Beleuchtung zu finden sein wird...

 

Tag 3

 

Weiter geht’s mit dem Cockpitumbau. Nachdem der vordere Teil soweit fertig ist, kann ich mich nun dem hinteren Teil des Cockpits widmen. Diesmal muß nicht am Modell „rausgedremelt“ werden da eine passende Aussparung bereits vorhanden war.

 

Wie immer mußte ich zunächste eine passende Rückwand anfertigen. Aus dieser habe ich dann die Tür sowie die bei „V‘s“ für die Beleuchtung herausgeschnitten. Die neu angefertigte Tür wurde von hinten auch die Rückwand mit dem Türausschnitt geklebt. Anschließend habe die die Querstreben in die „V’s“ geklebt. Damit ist auch dieser Teil des Cockpits zunächst einmal fertig. Der Beleuchtungseinbau folgt später.

 

Als nächstes geht es an den rechten und linken Flügel....

 

Tag 4

 

Das erste Manko, das mir bei den Flügeln am Hasbro Modell auffällt, sind die wenigen Details an den Flügelvorder- und Rückseiten. Als weiteres sind die Laserkanonen zu weit hinten. Diese mußten also auch noch versetzt werden.

 

Also gings daran die Laserkanonen auszubauen (diese waren zu Glück nicht verklebtsondern nur gesteckt ) und mit der Dremel die Löcher um ca. 1cm zu verlängern. Als weiteres habe ich dann die Flügel mit zusätzlichen Details als alten Modellbausätzen bestückt. Wie Eingangs schon beschrieben wird das Modell nicht genau dem „Studio Modell“ entsprechen. Daher habe ich auch die Flügeldetails nach eigenen Ideen gestaltet. Ich denke, dass der Unterschied an diesen Stellen nicht so gravierend auffällt ;-)

 

Weiter geht’s mit dem Fahrwerk – doch jetzt ist erstmal Wochenende…..

Tag 5

 

Heute sollte es mit dem Fahrwerk losgehen. Da das Modell ja „out of the box“ eher über Landestelzen verfügt, war es klar, dass auch hier Abhilfe geschaffen werden mußte .

 

Zunächst wurden die Stelzen demontiert und Verblendungen für die bisherigen Fahrwerksschächte angefertigt (Detailarbeiten an diesen Blenden folgen noch). Dann wurden an den passenden Stellen die Löcher für das neue Fahrwerk herausgeschnitten. Da hier auch die Mechanik der Flügel verbaut wird, ist der Spielraum bzw. das Platzangebot für die neuen Fahrwerkschächte nicht besonders groß.

 

Anschließend ging es daran die ersten Teile – in diesem Fall die Landefüße – anzufertigen. Da die Flügelmechanik durch eine Art Pistolenabzug betätigt wird und die Funktion erhalten bleiben soll erhält dieses Modell 3 Landefüße – jeweils einen Links und Rechts sowie einen in der Mitte um den „Abzug“ zu kaschieren.

 

Die weiteren Arbeiten am Fahrwerk und Cockpit erfolgen im Laufe dieser Woche…

 

Tag 6

 

Am heutigen Tag sollte es mit dem Cockpit weitergehen. Diesmal standen die Vorbereitungen für die Beleuchtung auf der ToDo-Liste. Also ging es zunächst daran die ganzen Löcher für die Lichtleiter in die beiden Cockpitteile bzw. Cockpitkonsolen zu bohren. Diese wurden mit einem Durchmesser von 1mm gebohrt, damit dann im nächsten Schritt die Lichtleiter eingesteckt und eingeklebt werden konnten. Da die Lichtleiter erst nach der Lackierung bündig abgeschnitten werden, stehen diese momentan noch ein paar mm heraus. Anschließend konnte der erste erfolgreiche Lichttest erfolgen.

 

In den nächsten Tagen erfolgt dann die Lackierung und die weitere Detailierung der Cockpitteile…

Tag 7

 

Diesmal nur ein kleines Update mit der Detaillierung der vorderen Cockpitconsole.

Zunächst wurde das Cockpitelement in grau lackiert. Anschließend ging es an die Cockpitinstrumente. Dazu habe ich mir aus dem Web ein paar Bilder von verschiedenen Cockpitanzeigen heruntergeladen und diese dann mittels Zeichenprogramm auf die entsprechende Größe angepasst. Anschließend habe ich dann die „Bildchen“ auf selbstklebende Hochglanzfolie gedruckt und passend zugeschnitten. Die weiteren Details wurden dann noch mit einem schwarzen Edding aufgezeichnet. In gleicher Form wird dann auch das zweite Cockpitelement gestaltet.

Abschließend folgte dann wieder mal ein "Lichttest"...

Tag 8

 

Nachdem ich auch die seitlichen Konsolen fertig gestellt hatte konnte konnte ich heute endlich das Cockpit komplettieren und alle LED's anschließen. Die auf den Bilder zu sehende Cockpit Rückwand wird natrülich auch noch lackiert ;-)

 

Tag 9

 

An diesem Wochenende ging es mal wieder mit dem Landegestell/Fahrwerk weiter. Nachdem die „Füße“ bereits fertig gestellt waren, musste nun eine Lösung für die neue „Aufhängung“ gefunden werden, da das Landegestell abnehmbar gebaut werden sollte.

Mit zwei ineinander steckbaren Alu-Rohren war das Problem technisch schnell gelöst. Etwas Zeitaufwändiger war hingegen die Umsetzung für das Modell.

 

Wie bereits schon mal geschrieben, muß ich bei diesem Modell das Landegestell mit 3 "Füßen" bauen, da mit dem vorderen "Fuß" zukünftig die Flügelmechanik bedient werden kann. Daher ist dieser auf den Bildern auch nur zur "Probe" montiert. Die Streben der finale Version werden auch aus Alu gebaut.

 

In einem weiteren Schritt werden nun noch weitere Teile bzw. Details dem Landegestell hinzugefügt damit dieses mehr dem Original entspricht…

Tag 10

 

Und weiter mit dem Fahrwerk. Was noch fehlte war das „Hydraulikgestänge“ für den vorderen Landefuß sowie die Fahrwerksklappen.

Das „Hydraulikgestänge“ wurde wie bei den beiden seitlichen Landefüßen aus ineinander gesteckten Alu-Rohren angefertigt und in den Griff/Abzug für die Flügelmechanik geklebt.

Die Teile der Fahrwerksklappen wurden wie auch das Cockpit aus 1mm Polystyrolplatten geschnitten und zusammengeklebt. Hier wie auch beim Cockpit war eine ganze Menge auszumessen, damit die neuen Einzelteile auch in die vom Modell vorgegebenen Aussparungen passten...

 

Tag 11

 

Heute ging es weiter mit verschiedenen Detailierungsarbeiten der Außenhülle. Ganz besonders Überarbeitungsbedürftig war der vordere Teil des Modells sowie die verschiedenen Lufteinlässe.

 

Diese wurden zunächst „aufgedremelt“ . Anschließend habe ich für den oberen großen Lufteinlaß ein passendes Gitter nach eigenen Vorstellungen angefertigt. Die beiden kleineren Öffnungen rechts und links werden wie beim Originalmodell nicht „vergittert“. Weitere Details wurden auf der Cockpitoberseite sowie am vorderen Teil des Rumpfes angebracht. Die am Rumpf angebrachten Laserkanonen wurden auch noch mit neuen "Rohren" versehen.

 

Einer der nächsten Schritte wird sich mit den Beleuchtungsumbau des Antriebs befassen...

 

Tag 12

 

Diesmal ging es weiter mit der Beleuchtung das Antriebs sowie dem hinteren Cockpitteil.

 

Dazu wurden aus der Antriebklappe die notwendigen Aussparungen ausgeschnitten . Als weiteres wurde im hinteren Teil des Shuttles eine „Lightbox“ vorbereitet, da später nur der Antriebr leuchten soll und nicht der ganze Shuttle ;-) Diese "Lightbox" wird später noch an den Rückseiten schwarz lackiert damit kein Licht an der „falschen Stelle“ zu sehen ist. Die Beleuchtung erfolgt durch 12 blaue LEDs. Abschließend wurde ich die Aussparungen noch eine Diffusionsfolie verbaut.

 

Für die hintere Cockpitbeleuchtung wurde ebenfalls ein „Lightbox“ gebaut, die später noch der an der vorgesehen Stelle verklebt wird.

 

Tag 13

 

Heute endlich konnte ich mit der Grundierung der Einzelteile beginnen. Hierzu wurden die Teile zunächst mit Spiritus genreinigt und entfettet. Anschließend habe ich dann die Grundierung aufgetragen. Diese muss nun 24 Stunden trocknen. Dann kann es mit der Detailbemalung losgehen…

 

Tag 14

 

Nach ein paar Tagen „Pause“ geht’s heute weiter mit der Bemalung. Nachdem der Grundlack aufgetragen wurde sollte das Modell nun das „Weahtering“ erhalten. Hier kamen alle möglichen Maltechniken zu Einsatz wie z.B.

 

- Pre-/Postshading (Flügel)

- Washing (Hauptsächlich Modellunterseite)

- Drybrushing (alle Teile)

- Airbrushing (alle Teile)

 

Da die Raumschiffe des Imperiums i.d.R. nicht so „mitgenommen“ aussehen wie die der Rebellen, durfte das „Weathering“ nur recht dezent ausfallen. Leider lässt sich das auf den Fotos nicht ganz so darstellen wie es im Original aussieht.

 

Das war heute nun der Tagbucheintrag vom vorletzten Bautag. Zum Wochenende wird es dann das „Große Finale“ geben mit Bildern des Elektronikeinbau und des dann komplett fertigen Modells…

TAG 15

 

*** FINALE ***

 

Endspurt ist das Motto. Nun musste nur noch die Elektronik eingebaut und verkabelt werden. Dadurch, dass die Flügel nach dem Einbau der Positionslichter noch beweglich bleiben sollten, musste ich mir erstmal eine funktionierende Kabelführung ausdenken. Nachdem auch diese Herausforderung geschafft war konnten jetzt alle Kabel verlötet werden. Die Stromversorgung erfolgt über ein 12V Stecker-Netzteil. Die Positionslichter sind separat abschaltbar falls das „geblinke“ zu sehr nervend sein sollte ;-)

Zum Schluss musste das ganz Modell wieder zusammengeschraubt werden, was sich durch die vielen Kabel als etwas schwierig erwies, da keins der Kabel ein- oder abgeklemmt werden durfte.

 

…GESCHAFFT…

 

Im Nachhinein gesehen ein sehr aufwendiger Umbau, was am Anfang so nicht absehbar war. Vor allem die vielen Kleinarbeiten, die auch hier gar nicht alle aufgeführt wurden, haben eine Menge Zeit gekostet. Aber ich finde es hat sich gelohnt. Sicherlich nicht ganz „Movie-Accurate“, aber wie Eingangs schon mal geschrieben, der Aufwand sollte überschaubar bleiben.

 

Viele weitere Bilder vom fertigen Modell findet Ihr hier:

PIXUM Album "TYDIRIUM"

 

Und die passendenen Youtube Videos zum Modell hier:

 

"Deutsche" Version (danke GEMA) mit alt. Musik

"Internationale" (lange) Version mit STAR WARS Musik

 

Hier auch der direkte Link zur "Internationalen Version":

http://www.youtube.com/watch?v=OdlYj1TtvAw

 

Hier zum Vergleich ein (englischsprachiges) Review des Hasbro Originalmodells:

http://www.youtube.com/watch?v=VapMZ_CZYW0

 

Damit ist das Thema „TYDIRIUM“ aber noch nicht beendet. Was folgt ist noch die passende „Base“ im Stil eines Sternenzerstörer-Hangars. Allein schon durch die geplanten Abmessungen von 120x70x55cm wird das wieder eine besondere Herausforderung.

 

Mehr dazu demnächst...